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Fieser Betrug auf einem Online-Marktplatz

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Patentrezepte gegen Betrug im Internet gibt es nicht. Aber wenn Sie einige Verhaltensregeln beachten, bleiben Ihnen unliebsame Überraschungen hoffentlich erspart.

Alles begann ganz harmlos: Käufer Karl* erstand auf einem Online-Marktplatz eine Drohne. Das Profil von Verkäufer Valentin beinhaltete keine negative Bewertungen und war genauso unverdächtig wie die Abwicklungskonditionen (Vorauszahlung mit anschliessendem Postversand). Nach Auktionsende bat Valentin den Käufer, den geschuldeten Betrag auf das Konto seiner Freundin Franziska zu überweisen. Weil die Drohne nicht in der versprochenen Lieferfrist eintraf, mahnte Karl den Verkäufer wiederholt per E-Mail. Doch dieser schickte statt des heiss ersehnten Fluggeräts nur Ausreden und leere Versprechungen… Schliesslich meldete der Käufer bei der Online-Plattform eine Beschwerde an und übergab den Fall seiner Rechtsschutzversicherung AXA-ARAG.

«Valentin» ist nicht Valentin

Als der Verkäufer auf eine eingeschriebene Mahnung unserer Vertragsrechts-Spezialisten nicht reagierte, kam Betrugsverdacht auf. Dieser erhärtete sich rasch, als auf der Online-Plattform erste negative Bewertungen für Valentin auftauchten – und das Profil schliesslich gesperrt wurde. Um die Prozessaussichten zu prüfen, holten wir uns auf dem zuständigen Betreibungsamt einen Registerauszug für Valentin. Nachdem Karl gegen den säumigen Verkäufer Strafanzeige gestellt hatte, teilte uns Valentin in einem handschriftlichen Schreiben mit, dass er nichts von einem Drohnenverkauf wisse. Valentins vermeintliche Freundin Franziska meldete sich ebenfalls bei uns: Sie erklärte, dass alle ihre Konten gesperrt worden seien und dass gegen sie ein Strafverfahren laufe – obwohl sie den Verkäufer überhaupt nicht kenne.

Drei Opfer einer fiesen Betrugsmasche

Obwohl die Aussagen von Valentin und Franziska nicht bewiesen sind, scheinen ihnen die Ermittlungsbehörden zu glauben. Demnach wären alle drei Beteiligten Opfer eines Betrugs: Die – noch immer unbekannten – Täter haben offenbar die Identitäten von Valentin und Franziska gestohlen. Im Namen von Valentin wurden im Internet zahlreiche Produkte versteigert. Die jeweiligen Erlöse wurden nach Aufforderung durch den vermeintlichen Verkäufer zunächst auf das selten genutzte Sparkonto von Franziska geleitet und von dort sofort weitertransferiert. Dieser Fall ist besonders perfid, weil es keine klaren Warnsignale gab: Der Preis für die Drohne war marktüblich, der Verkäufer hatte keine negativen Bewertungen – und auch der Wunsch nach einer Überweisung auf das Konto der «Freundin» war nicht verdächtig: Schliesslich kommt es öfter vor, dass User Produkte über das Marktplatz-Konto ihres Partners anbieten.

Kein Patentrezept gegen Betrüger

Weil Betrüger immer wieder neue Maschen anwenden und sich ständig raffiniertere Kniffe ausdenken, gibt es kein Patentrezept für absolut sicheres Einkaufen im Internet. Generell sollten Sie aber bei jedem Kauf den gesunden Menschenverstand walten lassen – und die folgenden Tipps beachten:

  • Bleiben Sie stets aufmerksam und kritisch – lassen Sie sich nicht blenden!
  • Unrealistische Preise (Superschnäppchen) sind genauso verdächtig wie seltsame Modalitäten bezüglich Bezahlung oder Warenübergabe.
  • Geben Sie Ihre Kreditkartendaten nur auf seriösen Plattformen bekannt – sonst droht Missbrauch!
  • Prüfen Sie die Identität des Verkäufers und leisten Sie Vorauszahlungen nur auf dessen Konto.

 

*) Alle Namen in diesem realen Fall wurden geändert.

So schützen Sie sich vor Online-Betrug

Seriöse Auktionsplattformen wie Ricardo und Ebay informieren ihre Kunden umfassend über mögliche Betrugsformen im Internet und aktualisieren ihre Empfehlungen regelmässig. Tipps von Ricardo finden Sie unter diesem Link:

Bei einer Abwicklung über eine etablierte Plattform profitieren sowohl Käufer als auch Verkäufer von einem gewissen Schutz. Dieser lässt sich weiter erhöhen, wenn die Bezahlung über eine seriöse Payment-Plattform wie PayPal abgewickelt wird. Wer dennoch Opfer eines Betrugsversuchs wird, sollte schnell reagieren:

  • Versuchen Sie, die Zahlung sofort zu sistieren oder rückgängig zu machen.
  • Erstatten Sie bei der Polizei Anzeige.
  • Fordern Sie bei Ihrer Rechtsschutzversicherung Support an.

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