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Mitarbeiter und Vorsorge

Das Potenzial älterer Mitarbeiter – wie alle Seiten gewinnen

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Stimmt es, dass ältere Mitarbeitende mehr kosten und weniger leisten als Junge? Perspektiven aus Forschung und Praxis widerlegen dieses Vorurteil. Für Unternehmen, die unterschiedliche Generationen einbinden, eröffnen sich zahlreiche Chancen. 

Die Generation «Babyboomer» erreicht das Rentenalter: 2015 bezogen laut Bundesamt für Statistik (BfS) über 33'000 Personen erstmals eine Pensionskassen-Rente. Zudem stieg die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz bei Männern auf 81,5 und bei Frauen auf 85,3 Jahre. Kaum verwunderlich, liegt das Durchschnittsalter von Erwerbstätigen derzeit bei über 41 Jahren!

Da sind Ansätze gefragt, von denen Arbeitnehmende und Unternehmen gleichermassen profitieren. Deshalb verweist Dr. phil. Franzisca Zehnder (Psychologin FSP, Gerontopsychologin) auf das enorme Potenzial älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Hohe Kosten? Hoher Nutzen!

Die Expertin widerlegt die These, dass gestandene Berufstätige vor allem mehr kosten und weniger leisten als junge. Franzisca Zehnder erkennt zahlreiche Vorteile, die erfahrene Arbeitnehmende einem Unternehmen bringen. 

Ihre Erkenntnisse aus Forschung und Praxis: Bei Älteren ist ein erhöhtes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein auszumachen. Zudem sind ihre Handlungsprozesse eingespielter und ihr Qualitätsanspruch ist oft ausgeprägter als bei jüngeren Arbeitnehmenden.

Wer nicht rastet, der nicht rostet

Beim Urteilsvermögen haben ältere Mitarbeitende jüngeren einiges voraus. Durch Erfahrungswissen und geübte Handlungsabläufe sind sie meist stark darin, komplexe Sachverhalte zu analysieren und Schlüsse daraus abzuleiten. Doch das ist längst nicht alles: Mit zunehmendem Alter werden Emotionen besser reguliert und die Sozialkompetenz steigt. Dies zeigt sich unter anderem im Kundenkontakt sowie in der Kommunikationsfähigkeit. 

Nicht zuletzt gilt hier das Motto «Use it or lose it» – das Hirn ist wie ein Muskel, der trainiert und genutzt werden will. Folglich bleiben kognitive Leistungen durch Übung im Arbeitsalltag länger konstant.

Die Mischung machts

Am Beispiel der AXA zeigt sich, dass ein guter Mix aus jüngeren und älteren Mitarbeitenden den grössten Erfolg verspricht. Auch die eidgenössische Fachstelle für die Personalpolitik des Bundes (EPA) erklärt, dass ein funktionierendes Diversity Management und damit auch die Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen «zu einem Gewinn an Human- und Wissens-Potenzial und zu einer Steigerung der Arbeitszufriedenheit» führe. 

Seien Sie flexibel!

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zeigt im Forschungsbericht «Altersrücktritt im Kontext der demografischen Entwicklung», dass laufend mehr Erwerbstätige über das gesetzlich vorgesehene Rentenalter hinaus arbeiten. Heute sind es eine von neun Frauen und  und einer von 15 Männern, die noch keine Pensionskassenrente beziehen, obwohl Sie bereits dazu berechtigt wären.

Um motivierte ältere Mitarbeitende produktiv einzubinden, ist auch von der Arbeitgeberseite vermehrt Flexibilität gefragt. Laut Franzisca Zehnder bestehen zahlreiche Möglichkeiten. Ob Weiterbeschäftigung über das gesetzliche Rentenalter hinaus, oder eine schrittweise Reduktion des Arbeitspensums: Bieten Unternehmen individuelle Lösungen an, können sie das Potenzial von älteren Mitarbeitenden optimal nutzen – und damit gewinnen alle Beteiligten. 

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