Mobilität

E-Bike: Den langen Bremsweg nicht unterschätzen

Bild: BFU / AXA
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2018 ereigneten sich über 300 schwere E-Bike-Unfälle in der Schweiz – ein neuer Höchststand. Die BFU und die AXA lancieren nun eine neue Präventionskampagne, um den steigenden Unfallzahlen entgegenzuwirken.

Die Anzahl E-Bikes auf Schweizer Strassen nimmt stetig zu: Im vergangenen Jahr war bereits jedes dritte gekaufte Velo ein E-Bike. Parallel zu den boomenden Verkaufszahlen steigen auch die Unfallzahlen und erreichten letztes Jahr mit 12 Toten und 309 Schwerverletzten einen neuen Höchststand (Quelle: BFU). 

E-Bike-Fahrer verunfallen häufiger als Fahrradfahrer

Auch bei der AXA, dem grössten privaten Unfallversicherer der Schweiz, schlägt sich der Trend in der Unfallstatistik nieder. «2018 verzeichneten wir 40 Prozent mehr Unfälle mit Zweirädern als im Vorjahr, was wir insbesondere auf eine Zunahme bei den E-Bikes zurückführen. Es ist uns daher wichtig, die Bevölkerung auf diese Risiken aufmerksam zu machen und die Fahrerinnen und Fahrer entsprechend zu sensibilisieren», sagt Martina Keller, Leiterin Kollektive Personenversicherungen bei der AXA. 

Gemäss einer BFU-Studie ist die Unfallfrequenz mit schweren oder tödlichen Verletzungen bei E-Bike-Fahrern mehr als doppelt so hoch wie bei Fahrradfahrern. «E-Bikes sind schneller als normale Fahrräder, was zu längeren Bremswegen und im Fall eines Unfalls zu einem höheren Verletzungsrisiko führt», erklärt Bettina Zahnd, Leiterin Unfallforschung & Prävention bei der AXA. 

Tempo ist eine häufige Unfallursache

Was viele nicht wissen: Bei doppelter Geschwindigkeit wird der Bremsweg viermal länger. «Schon ein leicht erhöhtes Tempo kann den Bremsweg um einige Meter verlängern. Zudem ist abruptes Bremsen im Falle eines Hindernisses mit einem E-Bike generell schwieriger als mit einem normalen Fahrrad. E-Bike-Fahrer sollten daher besonders vorausschauend fahren und das Bremsen auf einem sicheren Platz üben», so Zahnd. 

E-Bike-Nutzer sensibilisieren

Um E-Bike-Fahrende auf die Risiken des höheren Tempos aufmerksam zu machen, lancieren die BFU und die AXA nun eine neue Präventionskampagne. Die Hauptbotschaft: Je schneller man mit dem E-Bike unterwegs ist, desto höher das Unfallrisiko. Die Kampagne ist ab sofort in zahlreichen Schweizer Gemeinden als Plakatserie am Strassenrand zu sehen. Zudem steht für Firmen ein Safety Kit mit verschiedenen Kommunikationsmitteln bereit, mit dem sie ihre Mitarbeitenden auf die Risiken des E-Bikes hinweisen können. Denn insbesondere in der warmen Jahreszeit nutzen viele Berufstätige ein E-Bike für den Arbeitsweg.

 

So ist man sicherer mit dem E-Bike unterwegs

  • Ein passendes E-Bike wählen, idealerweise mit ABS, und sich vor dem Kauf beraten lassen
  • Vorausschauend fahren und das Tempo anpassen
  • Mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen (z. B. Vortrittsmissachtungen oder sich plötzlich öffnende Autotüren)
  • Velohelm tragen, um sich vor Kopfverletzungen zu schützen.
  • Sich jederzeit sichtbar machen: auch tagsüber immer mit Licht fahren und Leuchtweste tragen

Weitere Informationen

 

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